Montag, 8. Mai 2017

[2017.04.07] Tag 1: Edo-Tokyo Museum, Shibuya

An unserem ersten Tag wollten wir es langsam angehen lassen, nach all dem gestrigen Stress mit meinem Koffer. Wir wollten zunächst in das Edo-Tokyo Museum. Das hatte ich nämlich schon sehr lange auf meinem Plan gehabt, haben es aber nie geschafft dort hinzugehen.

Auf dem Weg zur JR Station wurden wir in Akihabara noch kurz angesprochen, ob wir kurz Zeit für eine Umfrage hätte (Woher wir kommen, warum wir in Japan sind, was wir machen wollen etc) und dann ging es auch schon Richtung Ryogoku. Das Wetter war zu dem Zeitpunkt noch etwas trüb und es gab ab und an ein paar kurze Schauer. Es war aber trotzdem angenehm warm.

Akihabara



Edo-Tokyo Museum
Ryogoku und das Edo-Tokyo Museum waren nur 2 Stationen von uns entfernt und war auch sehr leicht zu finden. Zur Zeit gibt es eine Beijing-Ausstellung, die uns aber weniger interessierte. Daher haben wir uns nur die normale Edo-Tokyo-Ausstellung angeschaut. Es ist ein Museum, wo das Leben in der damaligen Edo-Zeit gezeigt wird, aber auch wie es sich zu Tokyo wandelte. Am Eingang haben wir unsere Regenschirme in einem dieser coolen Umbrella Stands gelassen. Dort musste man auch keine Angst haben, dass der Regenschirm geklaut wird oder man ihn am Ende nicht mehr findet. Der Regenschirm war mit einem Schloss abgeschlossen und nummeriert. ^_~ (als ob man in Japan Angst haben müsste, dass der Regenschirm geklaut wird, wenn man ihn vor den Kombinis unbeaufsichtigt zurücklässt^^)

Zum Anfang geht man über die große Nihonbashi Brücke, die zu den ersten Ausstellungsobjekten führt.Wir entschieden uns erst die Edo Seite anzuschauen. Von Rüstungen, Schwertern und Burgen bis hin zur Fassade eines Kabukitheaters war wirklich alles dabei und es war wirklich sehr interessant. Es war alles in Englisch erklärt und an vielen Orten konnte man Fotos machen. Es gab zu bestimmten Urzeiten auch besondere Vorführungen, die das Leben damals in Edo noch besser veranschaulichen sollten.

Umbrella Stand

Mummel und ihr Monchichi

Nihonbashi Brücke

Choya Shinbun - Zeitungsverlag

Fassade des Kabukitheaters Nakamura-za


Ja, das Ding war wirklich schwer ... @_@

Nicht wundern, ich musste den ganzen Tag mit dieser dämlichen Kniebandage herumlaufen, da meine hautfarbige Bandage ja im Koffer war =_=




Gegenüber von Edo war die Ausstellung von Tokyo. Dabei sieht man aber nicht unbedingt das hoch moderne Tokyo von heute, sondern wie es zur Wandlungszeit war. Auch hier gab es viele schöne Ausstellungsstücke. Interessant war auch wie doch das Metro-System früher noch aussah, wenn man es mit dem heutigen vergleicht. Unglaublich wie sich Tokyo im Laufe der Zeit verändert hat.


Tokyo Subway 1975


Nach ungefähr zwei Stunden sind wir noch etwas essen gegangen und haben uns überlegt, was wir als nächstes machen.

Ich hatte leider die Befürchtung, dass mein Koffer bis Sonntag nicht auftauchen wird. Da der morgige Tag, Samstag, schon voll geplant war, wollte ich es nicht riskieren am Sonntag ohne irgendein Konzert-Outfit darzustehen. Daher haben wir uns entschieden nach Shibuya zu fahren.






Mittlerweile können wir sagen, dass wir uns schon fast heimisch in Shibuya fühlen. Immer wieder toll das erste Mal an dieser Kreuzung zu stehen und sich umzuschauen. ^__^
Und gleich haben wir L'Arc~en~Ciel entdeckt. Auf einer der Werbebildschirme lief eine Werbung für die L'ArCASINO DVD/Blu-Ray und die kommenden Konzerte. Hach, da wurde man leicht nervös.^^ Ja, aber genau diese Blu-Ray wollte ich mir gleich kaufen (letztendlich bereue ich es, dass ich sie an diese Tag gekauft habe und nicht vor der Halle einen Tag später =_= ). Das erste Ziel, das wir ansteuerten, war daher Tower Records. Es war erst etwas schwierig herauszufinden, in welcher Etage wir nun richtig sind. Auf der Rock-Etage fanden wir nämlich nichts. Dann hab ich mich mal in der JPop-Etage umgeschaut und bemerkt, dass es dort viele CDs von Bands und Sängern gibt, die ich eigentlich bei Rock einsortieren würde. Daher hab ich mein Glück hier versucht und erst Mal nach GACKTs neuer Single gesucht. Und da wurde ich schnell fündig. ^__^


Danach suchte ich nach Laruku, aber das erwies sich irgendwie doch als sehr schwierig, daher habe ich gefragt. Sie haben mich dann gleich zu den CDs geschickt, ich wollte aber eigentlich zu den Live DVDs, die sie mir aber danach auch noch zeigten. Die L'ArCASINO gleich gepackt. Ich hatte allerdings nur so eine leere Hülle, die ich dann an der Kasse durchs Original ausgetauscht bekomme (Ja ja, man soll sie ja nichts klauen ^_~). An der Kasse angekommen wollten der junge gutaussehende Kassierer meine Blu-Ray holen, aber er fand sie einfach nicht. Ich weiß gar nicht wie lange es gedauert hat. Er hat gesucht und gesucht, aber nichts. Er hat sich zwischendurch auch öfter mal entschuldigt und auch seine Kollegen gefragt, die ihm beim Suchen halfen. Hinten im Lager schien sie auch unauffindbar zu sein. Sie fragten eine weitere Kollegin und... IRGENDWANN kamen sie dann doch tatsächlich mit meiner Blu-Ray an. XD Haha.... da war ich aber froh, aber auch glücklich. ^__^

Danach ging es ins Shibuya 109, weil ich die Hoffnung hatte dort ein schönes Konzert-Outfit zu finden. Schlussendlich habe ich mir ein schönes Oberteil, einen Hosenrock, Schuhe und Schmuck gekauft. Auch Mummel kam mit ein paar schönen Schuhen nach Hause, die sie allerdings dann nicht mehr anziehen konnte, da sie irgendwann nicht mehr reinpasste, durchs viele Herumgelaufe. Letztendlich bereue ich den Notkauf meiner Schuhe leider auch, die hätte ich mir nämlich nicht gekauft, wenn ich meinen Koffer gehabt hätte. =_=

Dann war es auch schon später Nachmittag und wir haben uns am Abend noch mit meinen mexikanischen Freund Alan verabredet. Wir sind noch mal schnell nach Hause, um alles abzustellen und eine Kleinigkeit zu essen und dann ging es auch schon los. Treffpunkt war die JR Station Akihabara. Von dort wollten wir eigentlich ins neue Square Enix Café, das letztes Jahr dort ganz in der Nähe aufgemacht hatte. Ich hab es bereits einen Tag zuvor aus dem Augenwinkel aus dem Taxi gesehen (Final Fantasy 15 fällt mir halt einfach gleich ins Auge xD). Ich hatte bereits vorher schon die Befürchtung, dass wir keinen Platz bekommen könnten, weil ich öfters gelesen habe, dass man sich besser online ein Platz reservieren sollte, wegen des enormen Andrangs. Ich hatte aber gehofft, dass dieser große Andrang vielleicht schon vorüber sei. Und ein Versuch war es wert. Also sind wir hin und ja … der Kellner am Eingang hat uns im sehr knappen und schlechten Englisch erklärt, dass nichts mehr frei ist und wir online reservieren müssen. Auf die Frage hin, ob auch Ausländer wie wir reservieren können, hatte er dummerweise keine Antwort. ^^“ Naja, war wohl nichts. Wir sind dann aber auch gegangen. Ich und Mummel sind ein paar Tage später nochmal hin, um uns den Merchandise-Stand genauer anzuschauen.


Danach sind wir ins SEGA, eine große Spielhalle in Akihabara. Es war das erste Mal für Alan, dass er in einer jap. Spielhalle war und war sichtlich begeistert und vielleicht auch irritiert von dem, was er auf all den Etagen sah. Leider haben wir dort nicht viel gemacht. Wir sind nur ein wenig herumgelaufen, haben uns umgesehen, zwischendurch Purikura gemacht und am Ende haben wir uns ans Trommeln gewagt. In Japan nennt man dieses Spiel Taiko no Tatsujin. Für uns beide war es das erste Mal, dass wir es spielten … wir konnten uns auch kaum entscheiden, welches Lied wir wählen sollten, weil es wirklich eine extrem große Auswahl gab. Wir haben uns eher in der JPop-Rubrik etwas umgeschaut. Zu erst haben wir Koi von Hoshino Gen gespielt. Seit ich das Drama sah und es den großen Hype um den Koi Dance gab, liebe ich dieses Lied irgendwie. Anfangs musste man natürlich viel herumprobieren und wir hatten auch wie eine Art Einleitungs-Kurs, was für uns Anfänger sehr hilfreich war. Aber ich konnte von Anfang an sagen, es hat einfach extrem mega viel Spaß gemacht!! Ich hab natürlich gewonnen, hihi ^_~ Danach konnten wir uns noch ein Lied aussuchen und wir entschieden uns für X JAPANs Kurenai (und yay, schon wieder gewonnen^^/ )

Danach liefen wir noch ein bisschen in Akihabara herum, bis unsere Wege sich dann trennten, da Alan doch einen recht weiten Nachhauseweg hatte. Wir haben uns dann nur noch schnell was vom Kombini zu essen geholt und sind ebenfalls nach Hause. Haben den Abend mit ein bisschen Dorama und leckerem Essen ausklingen lassen.

sAn